Siekhöhe is nicht!

Heute haben wir gemeinsam mit den Bewohner*innen vom „Weißen Haus“ am Hagenweg und ungefähr 70 Aktivist*innen die Zwangsräumung der Unterkunft erfolgreich blockieren können. `

von Yannic Dyck

Die Pläne der SPD-Regierung, die Geflüchteten vom Hagenweg in das neue de-facto Abschiebelager „Siekhöhe“ zu deportieren konnten wir so fürs Erste verhindern. Dort sollen nach Willen der Stadtverwaltung hunderte von Menschen mit „schlechter Bleibeperspektive“ unter unmenschlichen Bedingungen zusammengepfercht in einer Halle ohne jegliche Privatsphäre vor sich hin vegetieren. Die Lage in einem abgelegenen Gewerbegebiet direkt an der Autobahn soll zudem dafür sorgen, dass Massenabschiebungen schnell, unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne großen Widerstand durchgeführt werden können.

Diese menschenverachtende Praxis der Stadt Göttingen kann nur durch breiten, entschiedenen Widerstand von unten bekämpft werden. Deshalb waren im Anschluss gemeinsam mit einigen Refugees beim Vorbereitungstreffen für die morgige Demonstration in der Innenstadt und vorm Rathaus gegen die Umsiedlungen und die unmenschliche Flüchtlingspolitik in Göttingen. Kommt alle vorbei und zeigt dem SPD-Bürgermeister und seinen Abschiebebehörden, was wir von ihnen halten. Siekhöhe is nicht!

Die Geflüchteten vom Hagenweg haben heute klar gemacht: „Wir wollen hier nicht weg. Wir sind kein Stückgut, das man hin und her transportieren kann. Wir sind Menschen und wollen menschenwürdig behandelt werden.“ Deshalb kämpfen sie auch für ihre Rechte und haben zugesagt, morgen alle zur Demo zu kommen. Wir werden sie in diesem Kampf auf keinen Fall alleine lassen.