„Schwarz-rot-geil“ – Opium fürs Volk

Vorbemerkung:
Dieser Diskussionsbeitrag des Genossen Yannic zur Rolle von nationalistischen Stimmungen bei der Fußball-WM hat in der Göttinger AKL-Basisgruppe bereits lebhafte Kontroversen ausgelöst. Am 20.6., 19 Uhr im „Weltladencafe“, Nicolaistr., Göttingen besteht beim nächsten Treffen der SAV-Ortsgruppe die Möglichkeit, mit Yannic über diesen und andere Aspekte der WM in Brasilien die Diskussion öffentlich fortzusetzen. Leserbriefe oder kritische Anmerkungen sind ausdrücklich erwünscht!

„Schwarz-rot-geil“ – Opium fürs Volk

Kritische Gedanken über die Zusammenhänge von Patriotismus, Nationalismus, Kapitalismus & Fußball WM

von Yannic D., Mitglied der AKL-Göttingen

Opium

Historische Ereignisse stehen oftmals im Einklang mit Musik. So sind Lieder wie Venceremos oder oder El pueblo unido unmittelbar mit dem chilenischen Freiheitskampf gegen die faschistische Diktatur verbunden, Liedermacher wie Hannes Wader wurden zum musikalischen Sprachrohr der revolutionären 68er Bewegung und nach der Annexion der DDR durch die BRD und dem vorläufigen Sieg des Kapitalismus war das Gedudel der Scorpions nicht zu überhören, ganz gleich wie sehr mensch es auch versuchte. Was in diesem Zusammenhang gerne verschwiegen wird: auch die bestialische, systematische Menschenvernichtung der Nationalsozialsten hatte einen Soundtrack. Die millionenfache, industrielle Ermordung von Menschen jüdischen Glaubens, Sinti, Roma, Kommunist_innen und allen, die laut Nazi-Ideologie als minderwertig betrachtet wurden und werden sowie die barbarischen Vernichtungskriege im stetigen Interesse des Großkapitals, waren begleitet von einem ganz bestimmten Lied. Wann immer deutsche Soldaten ein neues Land/ ein neues Gebiet überfallen und die dortige Zivilbevölkerung massakriert hatten, stimmten sie lauthals dieses eine „identitätsstiftende“ Lied an, um sich und ihre Verbrechen zu feiern. Ob bei Deportationen in Konzentrationslager oder bei der sogenannten Reichspogromnacht: die deutsche Volksgemeinschaft sang stolz dieses eine Lied. Ein Lied, das auf den Müllhaufen der Geschichte gehört! Doch noch heute, im Jahr 2014 – knapp 70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus – wird die deutsche Volksgemeinschaft dieses Lied im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft -voller Inbrunst und Stolz mitsingen. Die Rede ist vom Deutschlandlied, von der deutschen Nationalhymne, von einer unerträglichen Melodie des schrecklichsten Verbrechens der Geschichte der Menschheit. Die nächsten Wochen werden sich in allen größeren deutschen Städten wieder 1000e von Deutschen versammeln, um Deutschland – repräsentiert durch die deutsche Mannschaft – bei Public Viewings gemeinsam mit anderen Deutschen ihre Verbundenheit zu zeigen. Selbstverständlich wird dieser Verbundenheit vor dem Spiel durch das gemeinsame Singen der Hymne Ausdruck verliehen. Damals wie heute erzeugt dieses Lied ein Wir-Gefühl; wer es nicht mitsingt, gehört nicht dazu, ist kein Deutscher. Wer Kritik an dieser Hymne der Menschenvernichtung übt, kann sich des massenhaften Zorns des deutschen Mobs gewiss sein. Denn schließlich „ist das alles ja schon lange her“ „wir haben damit ja heute gar nichts mehr zu tun“ und außerdem „singen wir ja heute eine andere Strophe“ „und überhaupt müssen wir doch endlich mal wieder Stolz auf unser Land sein dürfen“.

Dabei ist es genau dieser Stolz auf das politische Konstrukt Deutschland, der nicht nur ausbeuterische Herrschafts- und Kapitalinteressen legitimiert, sondern darüber hinaus eine lebensbedrohliche Gefahr für Menschen darstellt, die als nicht dazu gehörend und undeutsch stigmatisiert werden. So bot die medial gehypte nationalistische Parole „Wie sind ein Volk“ im Zusammenhang mit der so bezeichneten „deutschen Wiedervereinigung“ der wiedererstarkten deutschen Volksgemeinschaft die Legitimation, diejenigen Menschen, die vom Volksbegriff ausgeschlossen wurden, zu jagen und umzubringen. Die Pogromwelle auf Asylbewerber_innenheime in den 1990er Jahren sollte auf erschreckende Weise vor Augen führen, wohin deutscher Stolz führen kann. Aber auch der vermeintlich positive und harmlose „Fußball-Patriotismus“ trägt Hass und Gewalt in sich. Die Tatsache, dass bei der WM 2006 nach der verlorenen Halbfinalbegegnung der deutschen Auswahl gegen die italienische Mannschaft bundesweit italienische Restaurants von stolzen, deutschen Fußballfans angegriffen wurden, spricht Bände.

„Aber ist es nicht so, dass die große Masse einfach nur friedlich und gut gelaunt in der Gemeinschaft Fußball guckt und ihre Mannschaft unterstützt?“ Mit Sicherheit ist die Mehrzahl derer, die während der WM die deutsche Mannschaft anfeuern friedlich und auch keineswegs rechtsradikal eingestellt. Ebenso richtig ist es, dass die meisten Menschen, die vor einem Spiel die deutsche Hymne mitsingen, damit nicht im Entferntesten im Sinn haben, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren oder gar zu legitimieren. Uns geht es nicht darum, die große Masse der Deutschlandfahnenträger_innen zu diskreditieren, sondern vielmehr darum ihnen die Augen zu öffnen.

Denn warum malt mensch sich das Gesicht schwarz-rot-gold an? Warum dekoriert mensch Wohnungsbalkon oder Auto mit Deutschlandfahnen? Warum singen Menschenmassen vor einem Spiel gemeinsam die deutsche Nationalhyme? Der Grund dafür ist offensichtlich. Die Menschen empfinden eine Verbundenheit mit ihrer Nation und wollen diese auch nach außen tragen. Dieser Nationalstolz beruht auf einer empfundenen kollektiven Identität, die alle Menschen umfasst, die als zur Nation zugehörig definiert werden. Doch wie begründet sich ein solcher Stolz? Stolz auf eine Nation zu sein, ist in sich widersprüchlich. Denn stolz kann mensch auf eigene Taten, Leistungen oder Eigenschaften (bzw. auch auf solche enger Freunde oder Verwandter) sein, aber nicht auf die zufällige Zugehörigkeit zu einem politischen Konstrukt wie einer Nation. Arthur Schopenhauer brachte die Paradoxie des Stolzes auf eine Nation ansprechend auf den Punkt:

„Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.“

Darüber hinaus ist der Übergang von Patriotismus zu Nationalismus fließend. Während Patriotismus die Liebe zu einer Nation meint, bezeichnet der Begriff Nationalismus einen aus einer solchen „Vaterlandsliebe“ erwachsenden stetigen Vergleich zu anderen Nationen, der mit einer höheren Bewertung der eigenen Nation und somit einer Abwertung der anderen Nationen einhergeht. Aber was heißt das nun im Bezug auf eine Weltmeisterschaft? Die bei einer Fußball WM teilnehmenden Mannschaften treten nicht lediglich in einem sportlichen Wettkampf gegeneinander an, sondern repräsentieren eine Nation, was auch die zahlreichen „Deutschlandfans“ verinnerlicht haben. Nicht umsonst sind Formulierungen wie „unsere Jungs“ „wir“ und natürlich auch „die anderen“ während einer WM omnipräsent. De facto führt eine, durch den Fußball herbeigeführte kollektive Identität nicht nur zu einem Gefühl der Zusammengehörigkeit, sondern auch zu einem Überlegenheitsempfinden, was wiederum als Legitimation für Ausgrenzungs- und Abwertungspraktiken dient. Ob diese sich im Endeffekt gegen „Spielverderber_innen“ und „Spaßbremsen“ richten, die es wagen den Party-Nationalismus nicht mitmachen (oder sogar kritisch hinterfragen) zu wollen, gegen Migrant_innen, die für andere Teams – ergo Nationen – halten oder gegen konstruierte Feindbilder aus den eigenen Reihen (z.B. gegen die deutschen Nationalspieler mit Migrationshintergrund, „die es wagen, die Hymne nicht mitzusingen und generell nicht stolz sind, für Deutschland spielen zu dürfen“), ist dabei nebensächlich. Die Hauptsache ist doch schließlich, dass „wir Weltmeister“ werden.

Aber wer ist eigentlich dieses Wir? „Wir“ scheinen ja immerhin Exportweltmeister und Papst (gewesen) zu sein und bekanntermaßen wird „unsere“ Freiheit ja auch am Hindukusch verteidigt. „Wir sind Deutschland“ wollte uns vor einigen Jahren ein Werbespott weißmachen. „Wir“, das sind der Friseur aus Görlitz, die Hartz IV Empfängerin aus Bochum, der Werftarbeiter aus Kiel, ebenso wie der wirtschaftskriminelle Wurstfabrikant aus München, der Unternehmensmanager, der für Lohndumping und Arbeitsplatzvernichtung Millionen erhält oder die Besitzer einer Supermarktkette, die sich durch fremde Arbeit mehrere Milliarden Euro angeeignet haben. Für die herrschende Klasse stellt das Schaffen und die Aufrechterhaltung eines solchen „Wir-Gefühls“ ein zentrales Machtinstrument dar. Die zentrale Spaltungslinie innerhalb einer kapitalistischen Gesellschaft verläuft nämlich zwischen den Klassen – das heißt zwischen oben und unten. Durch Patriotismus und Nationalismus versuchen das Kapital und seine politischen Marionetten dies zu verschleiern. Die Millionen von Menschen, die in die Erwerbslosigkeit gedrängt wurden, die unter Niedriglöhnen, schlechten Arbeitsbedingungen, befristeten Arbeitsverträgen, Ein-Euro-Jobs oder Leiharbeiter_innenstatus leiden, sollen sich mit den Menschen verbunden fühlen, die sich durch den Besitz von Produktionsmitteln und die Ausbeutung der erwerbstätigen Bevölkerung auf Kosten der arbeitenden Klasse bereichert haben. „Schließlich sind wir ja alles Deutsche und haben deshalb so viel gemeinsam“. Dass der Berliner Altenpfleger mit seiner Kollegin, die aus Tunesien immigriert ist, mit der Erzieherin, die in Griechenland arbeitet oder mit dem KFZ Mechatroniker aus Moskau in Sachen Lebensstil, Einstellungen und Kultur viel mehr gemeinsam hat, als mit dem deutschen Großunternehmer, der abgeschottet in seiner bewachten Privatvilla lebt, Uhren trägt, die teurer sind als so manches Haus und seinen Urlaub im 7-Sterne-Hotel verbringt, soll er bloß nicht merken. Denn das könnte ja dazu führen, dass er das System kapitalistischer Nationalstaaten hinterfragen würde. Die herausragende systemstützende Wirkung des Fußball-Nationalismus wird besonders deutlich, wenn hochrangige, standortnationalistische Gewerkschaftsvertreter_innen zusammen mit dem Arbeitgeberverband beschließen, dass die Belegschaft während der Spiele der deutschen Mannschaft von der Arbeit befreit ist, um durch das gemeinsame Schauen der Spiele „das Klima im Betrieb zu fördern“. De facto soll den Arbeiter_innen dadurch eine volksgemeinschaftliche Identität implementiert werden, um von den eigentlichen Problemen (Lohndumping, Privatisierungen, Arbeitsplatzvernichtung), die aus dem grundlegenden Widerspruch einer kapitalistischen Wirtschaftsweise zwischen Arbeit und Kapital hervorgehen, abzulenken.

Die uneingeschränkte Identifikation mit der deutschen Nation und dem deutschen Staat während der WM nimmt regelmäßig beängstigende Formen an. Dem ist sich die Politik durchaus bewusst, nutzt sie dieses Großevent doch regelmäßig, um unpopuläre Entscheidungen zu Lasten der Lohn- und Gehaltsabhängigen bzw. der erwerbslosen Bevölkerung zu treffen. Von der deutschen Volksgemeinschaft ist schließlich während einer WM kein bedeutender Protest zu erwarten. Nach der Mehrwehrsteuererhöhung während der WM 2006 und dem „Sparpaket“ einige Tage vor der WM 2010 werden auch während dieser WM mit großer Sicherheit wieder Entscheidungen getroffen, die das Leben von Millionen von Menschen stark beeinträchtigen. Im „schwarz rot geilen WM-Märchen“ geht so etwas eben leicht unter.

Das Institut für Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld hat in einer repräsentativen Langzeituntersuchung zum Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ herausgefunden, dass die Deutschen nach einer WM nationalistischer eingestellt sind als zuvor. Damit wird untermauert, dass es der herrschenden Klasse nicht nur gelungen ist, die kollektive Ekstase während des Großereignisses für unpopuläre Entscheidungen zu nutzen, sondern darüber hinaus eine nationalistische Stimmung zu etablieren, die es ihr leichter macht, eine breite Gesellschafts- und Kapitalismuskritik durch willkürliche völkisch motivierte ethnische Zuschreibungen zu verhindern. Imperialistische Kriege, Waffenexporte, massenhafte Überwachung und Repression, Sozialabbau, Privatisierungen, Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen, und jegliche weitere Ausbeutungs- und Unterdrückungsmaßnahmen – die in der Logik des Kapitalismus begründet liegen – können so durch rassistische und nationalistische Argumentationsstrukturen ganz leicht legitimiert werden. Der Bäckermeisterin, die ihren Laden schließen musste, wird dann eingeredet, das liege nicht an der Konkurrenz- und Profitmaximierungslogik des kapitalistischen Systems, das liege nicht daran, dass sich in der Umgebung Großbäckereien niedergelassen haben, die mehr, schneller, billiger und für geringere Löhne produzieren, das liege nicht daran, dass es sich die Leute im Viertel durch Hartz IV und Niedriglöhne, nicht mehr leisten konnten, täglich frisches Brot in ihrem Laden zu kaufen. Ihr wird eingeredet, die Türken im Viertel seien Schuld an der Ladenschließung, da diese nur zu „ihrem türkischen Bäcker“ gehen würden und sich generell nicht integrieren wollten – und weil immer mehr von „denen“ ins Viertel zögen, vergrößerten sich auch die Probleme der Bäckermeisterin.

Menschenverachtende Flüchtlingspolitik, Lagerhaft, Residenzpflicht und Abschiebungen werden dann dadurch begründet, dass die Schutzsuchenden Menschen doch eigentlich nur „unsere deutschen Sozialsysteme“ plündern wollten. So kann unter den Teppich gekehrt werden, dass das deutsche Großkapital durch Unterwerfung und Ausbeutung peripherer Länder und ihrer Bevölkerungen, durch dort geführte Kriege zur Erschließung neuer Rohstoffquellen, Absatzmärkte und billiger Arbeitskräfte seinen Reichtum bezieht und gleichzeitig Fluchtursachen erst schafft. Krisen des kapitalistischen Systems – wie die sogenannte Bankenkrise – werden auf die „faulen Südländer“ geschoben, die von Natur aus nicht so diszipliniert seien wie „wir“.

Die Fußball Weltmeisterschaft wird also von der herrschenden Klasse ganz gezielt dafür genutzt, einen Nationalismus entstehen zu lassen, der ausbeuterische Herrschaftsverhältnisse rechtfertigt. Wer während der WM wieder vorhat, mit Deutschlandtrikot und Deutschlandfahne zum Public Viewing zu gehen und über den scheinbar so unverkrampften Patriotismus zu schwärmen, sollte sich dessen bewusst sein.

Wer der Überzeugung ist, er sei stolz Deutsche_r zu sein, sollte sich fragen, auf was genau er/sie denn stolz ist. Auf ein zufälliges Geburtsland? Auf die deutschen Kriege? Auf das politische System in Deutschland, das die Interessen von Banken und Großkonzernen vertritt? Oder darauf, dass der deutsche Imperialismus dafür sorgt, dass die Ausbeutungsverhältnisse in anderen Ländern noch deutlich drastischer sind? Darauf, dass „wir“ Flüchtlinge in den sicheren Tod abschieben? Darauf, dass „wir“ Verantwortung übernehmen und dass „unsere“ Soldaten in aller Welt morden? Darauf, dass „wir“ billige Schuhe kaufen können, weil das deutsche Großkapital in Entwicklungsländern für Hungerlöhne produzieren lässt, um seinen Profit zu maximieren? Darauf, dass bei „uns“ Neonazis Jahre lang mordend durchs Land ziehen und mit der Unterstützung „unseres“ Verfassungsschutzes einen „nicht zur deutschen Volksgemeinschaft gehörenden Menschen“ nach dem anderen töten konnten?

Wer beim Public Viewing das „Deutschlandlied“ mitzusingen gedenkt, sollte sich überlegen, wie angemessen dies eigentlich ist und ob es nicht eine Verhöhnung der Millionen von Menschen darstellt, welche unter dieser Melodie hingerichtet wurden. Wer als Rechtfertigung anführt, dass dies doch alle tun, sollte daran denken, dass genau dieses Argument im selben Zusammenhang auch während der NS-Zeit gebraucht wurde.

Wer von harmlosem, positiven Patriotismus spricht, sollte beim Public Viewing genau hinschauen, wenn aus der großen Masse heraus immer wieder vereinzelt Hitlergrüße zu sehen und rassistische, rechtsradikale Parolen zu hören sind, die nicht etwa Verachtung sondern viel eher ein Schmunzeln –bis hin zu direkter Bestätigung – nach sich ziehen. Wer von „unverkrampftem Stolz“ spricht, sollte genau hinschauen, wenn aus der kollektiven Unterstützung der deutschen Mannschaft nach einer Niederlage plötzlich Hass erwächst; wenn kleine Gruppen plötzlich losziehen und ihren Hass auf den Gegner herauslassen, indem Menschen, auf die dieser Hass projiziert wird (Fans der anderen Mannschaft, Menschen, die keine „Deutschlandfans“ sind, …), beleidigt oder angegriffen werden.

Wir lehnen die Fußball-Weltmeisterschaft mitsamt ihrer ganzen Inszenierung als ein Nationalismus stiftendes Instrument der Machthabenden zur Legitimation kapitalistischer Herrschaftsverhältnisse ab. Nur durch grenzenlose internationale Solidarität der unterdrückten Klassen, kann eine Gesellschaft erwachsen, die nicht mehr durch Ausbeutung, Konkurrenz, Profitgier und Krieg geprägt ist, sondern durch gleichberechtigte Kooperation aller Mitglieder, also durch eine sozialistische und Wirtschaftsordnung mit demokratisch verwaltetem Gemeineigentum, im Sinne der Interessen der Menschen und der Natur. Da eine solche Gesellschaft zwar im Interesse der Menschen ist, nicht aber in dem der herrschenden Kapitaleigner_innen, versuchen diese eine solche internationale Solidarität der arbeitenden Klasse durch nationalistische Spaltungslinien – die u.a. durch Fußball-Weltmeisterschaften herbeigeführt werden sollen – zu verhindern.

Deshalb ein ganz klares Nein zu Patriotismus, Nationalismus, Rassismus, Chauvinismus und Fußball WM!!!


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