Am 17. Mai nach Leinefelde

… und den Nazis die Luft aus der Hüpfburg lassen!

Am 17. Mai 2014 findet im nordthüringerischen Leinefelde der „Eichsfeldtag“ der NPD im dritten Folgejahr statt. Während 2012 noch rund 1000 Neonazis an dem als idyllisches Familienfest mit Kinderhüpfburg getarnten Rechtsrock-Festival teilnahmen, waren es 2013 nur noch etwa 400 Anhänger des faschistischen Milieus. Sowohl die antifaschistischen, als auch die bürgerlichen Proteste dagegen sind jedoch stets gewachsen. Diese Tendenz muss auch in diesem Jahr voranschreiten!

Der Status Quo des Eichsfelds

Der kleine Ort Leinefelde liegt im erzkonservativ-provinziellen Eichsfeld. Wegen fehlender Zukunftsperspektiven geraten insbesondere die Jugendlichen schnell ins Fangnetz der radikalen Rechten und ihrem verzerrten Weltbild. Der Neonazismus grassiert im Eichsfeld regelrecht – auch wenn dies von den bürgerlichen Parteien (allen voran die CDU) bestritten wird, denn „der Eichsfelder ist ein vernünftiger Bürger“.

Anstelle rassistische Propaganda-Festivals wie diese gänzlich zu untersagen, echauffierten sich die bürgerlichen Kreise lediglich über die frühere Namensgebung „Heimattag der NPD“. Unter diesem Titel sei die Veranstaltung nicht akzeptabel, weil er das Eichsfeld als Heimat rechtsradikaler Ideologie suggerieren würde. Ergo bedeutete das dann: Anderer Name – gleiche Naziparty.

Der Eichsfeldtag hat für die neonazistische Szene bundesweite Bedeutung erlangt und dient somit auch als Treffpunkt der extremen Rechten. Weiterhin sollen die eichsfelder BürgerInnen durch ein vermeintlich attraktives Freizeitangebot angelockt werden. Denn „das sind doch ganz nette Leute“.

Die nationalsozialistische Perversion

Nein! Die nationalsozialistische Ideologie kostete und kostet tausenden Menschen das Leben. Mithilfe von rassistischen Ressentiments werden ArbeiterInnen und Jugendliche gespalten, was unmittelbar zur Schwächung des gemeinsamen Kampfs gegen die neoliberale Hegemonie und für gerechte Einkommensverteilung führt. Dem global wütenden Kapitalismus, der zwecks Konkurrenzdrucks ebenfalls auf die rassistische Karte setzt, kann also auch nur durch eine internationalistische Gegenbewegung etwas entgegengesetzt werden. Nationalismus und Nationalsozialismus waren und sind damit immer zum Scheitern verurteilt. Das dunkelste Kapitel der ArbeiterInnenbewegung darf keine Neuauflage erfahren.

Während in Deutschland die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) über 10 Jahre lang mit Duldung durch den „Verfassungsschutz“ morden konnte und die Opfer als Teile der „Dönermorde“ zusätzlich erniedrigt wurden, erstarken in Europa unlängst viele reaktionäre und faschistische Parteien. Am stärksten Sichtbar ist diese Entwicklung derzeit in der Ukraine, wo im westlichen Teil des Landes die rechtsradikale Schwesterpartei der NPD, „Swoboda“, den Justizminister stellt und Schlägertrupps des „Rechter Sektor“ (Prawyj Sector) andersdenkende Menschen ungehindert verfolgen, verprügeln, foltern und sogar töten können. Die bürgerlichen Medien versuchen diese Tatsache zu verschleiern; ein am 04. Mai 2014 erschienenes Video wurde von Youtube kurz nach dessen Veröffentlichung gesperrt:


Ukraine Crisis Today- Democracy caught on… von yeniyoruk

Diese Ausmaße zeigen, welchen Stellenwert der organisierte Antifaschismus haben muss.

Unsere Solidarität gegen den Faschismus!

Früher oder später wird die Krise auch über dem Wirtschaftsstandort Deutschland hereinbrechen. Dann sind politische Antworten auf den Kapitalismus notwendig. Der Spaltung der ArbeiterInnenbewegung und der rassistischen Ausgrenzung setzen wir die Solidarität der Massen und den gemeinsamen Kampf für eine lebenswerte Gesellschaft ohne Armut & Klassengegensätze entgegen.

Um diesen Kampf zu gewinnen, muss der Faschismus aus den Köpfen der Menschen entfernt und Neonazis der ideologische Nährboden entzogen werden.

Darum rufen wir zur Unterstützung & Teilnahme an der antifaschistischen & antirassistischen Demo am 17. Mai 2014 in Leinefelde auf!

noheimat2014 Leinefelde